Margit
Ennen

Praxis für Hypnosetherapie
& Psychotherapie mit
traumasensiblem Schwerpunkt

Seelische Gesundheit und Selbstregulation

19. 9. 2025

Seelische Gesundheit und Selbstregulation

Seelische Gesundheit wird für viele Menschen erst dann spürbar, wenn ihr inneres Gleichgewicht ins Wanken gerät. Nicht in den ruhigen Zeiten, sondern in den Momenten, in denen etwas geschieht, das uns fordert. Jeder Mensch erlebt Phasen von Belastung, von Verlust oder von Veränderung. Und auch freudige Ereignisse können uns innerlich herausfordern, weil sie Anpassung verlangen und uns aus dem Gewohnten herausführen.

Seelische Gesundheit bedeutet nicht, dass solche Erfahrungen ausbleiben. Sie zeigt sich darin, dass ein Mensch die Fähigkeit entwickelt, immer wieder zu sich selbst zurückzufinden. Dass er wahrnehmen kann, was in ihm vorgeht. Dass er spürt, was ihn belastet und was ihm guttut. Und dass er Wege findet, sich innerlich zu stabilisieren.

Diese Fähigkeit wird als Selbstregulation bezeichnet. Sie beschreibt die Möglichkeit, das eigene körperliche und seelische Gleichgewicht immer wieder herzustellen. Selbstregulation hilft uns, mit Anspannung umzugehen, mit innerer Unruhe, mit schwierigen Gefühlen. Sie ermöglicht es, nicht dauerhaft von äußeren Umständen bestimmt zu werden, sondern sich selbst wieder zu ordnen.

Im Laufe des Lebens lernen viele Menschen, ihre Aufmerksamkeit stark auf das Außen zu richten. Auf das, was notwendig ist. Auf das, was erwartet wird. Dabei gerät der Kontakt zu den eigenen Bedürfnissen oft in den Hintergrund. Seelische Gesundheit beginnt häufig damit, diesen Kontakt wieder wahrzunehmen. Zu spüren, wo die eigenen Grenzen liegen. Sich selbst mit Geduld zu begegnen. Und ernst zu nehmen, was innerlich empfunden wird.

Auch die Erfahrung, das eigene Leben beeinflussen zu können, stärkt die seelische Gesundheit. Wenn ein Mensch spürt, dass sein Handeln einen Unterschied macht, entsteht Vertrauen in sich selbst. Ebenso bedeutsam ist die Art, wie ein Mensch sich selbst begegnet. Ob er sich innerlich unter Druck setzt oder ob er sich mit Respekt und Verständnis betrachten kann.

Seelische Gesundheit ist kein Zustand, der einmal erreicht wird und dann bleibt. Sie entwickelt sich in einem fortlaufenden Prozess. In vielen kleinen Momenten. In der Art, wie ein Mensch mit sich selbst umgeht. Manchmal beginnt dieser Prozess mit etwas sehr Einfachem. Mit einem Moment des Innehaltens. Mit einem Atemzug. Mit der Entscheidung, sich selbst wieder zuzuhören.

In meiner Podcastfolge zum Thema seelische Gesundheit und Selbstregulation spreche ich gemeinsam mit Dr. Ursula Zerban ausführlicher darüber, wie diese Fähigkeit entsteht und warum sie für unser inneres Gleichgewicht so bedeutsam ist. Wenn Sie sich intensiver mit diesem Thema beschäftigen möchten, können Sie die Folge hier anhören:https://youtu.be/h4Lbk_Fzv90

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