Viele Menschen erleben, dass sie immer wieder in ähnliche Beziehungssituationen geraten. Situationen, die sie belasten oder verunsichern, und die sich dennoch vertraut anfühlen. Oft entsteht daraus die Frage, warum sich bestimmte Dynamiken wiederholen, obwohl der Wunsch nach einer anderen Form von Beziehung da ist.
In der therapeutischen Arbeit wird deutlich, dass unsere frühen Beziehungserfahrungen dabei eine wichtige Rolle spielen. Die Art, wie wir als Kinder Nähe, Verlässlichkeit und emotionale Resonanz erlebt haben, prägt, was wir später als vertraut empfinden. Diese inneren Erfahrungen wirken weiter, auch wenn sie uns nicht bewusst sind.
So kann es geschehen, dass Menschen sich zu Partnern hingezogen fühlen, bei denen sich bekannte Gefühle wieder einstellen. Nicht, weil diese Erfahrungen ihnen guttun, sondern weil ihr inneres System sie kennt. Vertrautheit wird dabei leicht mit Sicherheit verwechselt.
Diese Muster sind Ausdruck früher Anpassung und Beziehungserfahrung. Erst wenn sie sichtbar werden, entsteht die Möglichkeit, sich selbst und das eigene Erleben besser zu verstehen.
In meiner Podcastfolge spreche ich gemeinsam mit Kirsten Kossel darüber, wie frühere Bindungserfahrungen unser späteres Beziehungsverhalten beeinflussen und warum sich bestimmte Dynamiken wiederholen.
Hier können Sie die Folge anhören:
→ https://youtu.be/yrZ1_AIZ1HY
Ihre
Margit Ennen
