Viele Menschen, die unter einer Depression leiden, erleben nicht nur Traurigkeit oder Erschöpfung. Oft geht auch das Gefühl verloren, innerlich verbunden zu sein – mit sich selbst, mit dem eigenen Erleben und mit dem, was dem Leben Sinn gibt. Es entsteht ein Zustand, der schwer zu beschreiben ist und sich dem unmittelbaren Zugriff entzieht.
Manchmal kann ein Bild helfen, diesen inneren Prozess besser zu verstehen.
In Michael Endes „Die unendliche Geschichte“ begegnen wir genau dieser inneren Dynamik. Die Welt von Phantásien beginnt zu zerfallen, und die Hauptfiguren machen sich auf den Weg, um herauszufinden, was verloren gegangen ist und wie es wiedergefunden werden kann. Diese Reise lässt sich auch als ein innerer Weg verstehen. Als ein Weg, auf dem es darum geht, den Kontakt zu sich selbst nicht vollständig zu verlieren – und ihn Schritt für Schritt wiederzufinden.
In meinen beiden Podcastfolgen zum Thema Depression spreche ich über diese Zusammenhänge aus unterschiedlichen Perspektiven. In der einen Folge geht es um die psychodynamischen Hintergründe von Depression und die Bedeutung von Verlust und innerem Ungleichgewicht. In der anderen Folge betrachte ich „Die unendliche Geschichte“ als Bild für den inneren Weg eines Menschen, der sich selbst wieder begegnet.
Wenn Sie sich intensiver mit diesem Thema beschäftigen möchten, können Sie die beiden Folgen hier anhören:
Depression und die unendliche Geschichte, Teil 1
→ https://youtu.be/nYLyGmw-yvM
Depressionen und die unendliche Geschichte Teil 2
→ https://youtu.be/UT4qZxW1NJQ
Ihre
Margit Ennen
