Selbstorganisation beschreibt die Fähigkeit eines Systems, sich aus sich selbst heraus zu ordnen und weiterzuentwickeln. Dieses Prinzip kennen wir aus der Natur, aber es gilt auch für uns Menschen. Unser inneres Erleben ist kein starres System. Es ist in ständiger Bewegung und darauf ausgerichtet, ein inneres Gleichgewicht zu erhalten.
Auch seelisch verfügen wir über diese Fähigkeit. Wir verarbeiten Erfahrungen, reagieren auf Belastungen und suchen – oft unbewusst – nach Lösungen, die uns stabilisieren. Symptome, innere Konflikte oder Krisen sind in diesem Zusammenhang nicht zufällig. Sie entstehen als Teil dieses Selbstorganisationsprozesses und weisen darauf hin, dass etwas in unserem inneren System nach einer neuen Ordnung sucht.
In der therapeutischen Arbeit geht es deshalb nicht darum, von außen eine Lösung vorzugeben. Entscheidend ist, die eigene innere Fähigkeit zur Neuordnung zu unterstützen und zugänglich zu machen. Denn jeder Mensch trägt die Voraussetzungen für Veränderung bereits in sich.
In meiner Podcastfolge spreche ich ausführlicher über das Prinzip der Selbstorganisation und darüber, welche Bedeutung es für therapeutische Prozesse und persönliche Entwicklung hat.
Hier können Sie die Folge anhören:
→ https://youtu.be/brTfWhyu8vk
Ihre
Margit Ennen
